Hast du auch eine Laufenten, Enten, Gänse, Hühner oder sonstiges Federvieh? Bist  du gerne Selbstversorger und hast vor, dir Eier-legende Artgenossen anzuschaffen? Dann interessiert dich vielleicht meine Geschichte:

Seit Anfang Mai  legen unsere zwei Laufenten wieder Eier. Praktisch, vor allem war das praktisch in der Corona Ausgangssperre. Die Laufenten-Eier sind genießbar. Sie schmecken nussiger und ihr Eidotter ist gelblicher als Eidotter von Hühnern. Ich habe mir vor vier Jahren Laufenten zugelegt, weil sie dafür bekannt sind, Schnecken im Garten zu sammeln. Meine Laufenten sammeln so ziemlich alles, was kräucht und fläucht. Laufenten sind gesellige Genossen, wer solche im Garten hat, hat immer wieder Lustiges zu beobachten.

Natürliche Gefahren von Laufenten:

Unsere weibliche Laufente heißt Doro. Die männliche Laufente heißt Herbert. Herbert  haben wir austauschen müssen, weil die Vorgänger Ente leider über den Zaun geflogen ist und wohl vom Fuchs gefressen wurde.  So ist das auf dem Land. Fressen und gefressen werden! Zumindest seit auch der Wolf wieder im Lande ist.

Wie schon gesagt, unsere Doro legt Eier. Seit 6.6.2020 sitzt sie in ihrem Laufenten-Haus und will nicht mehr herauskommen. Was da wohl los ist? Das haben wir uns gefragt. Jeden Tag legte sie ein Ei.  Als sie sieben Eier beieinander hatte, kam sie dann auch mal wieder heraus. Erstaunlicherweise hatte sie ein Nest aus Heu und Stroh um die Eier gebaut. Heu und Stroh streuen wir regelmäßig ins Enten-Haus.  Schon schön, so ein Nest mit genau sieben Eiern drin. Des Rätsels Lösung: Doro brütet!

Was tun, wenn Laufenten brüten?

Ich habe dann nachgelesen, wie lange so eine Laufente brütet. Es sollten genau 28 Tage sein. Angeblich sollte dann auch jeden Tag ein Küken aus dem Ei schlüpfen. Lustiger-weise hatte an diesem berechneten Tag jemand aus unserer Verwandtschaft Erstkommunion. Das hieße, wir sind nicht zu Hause, wenn das erste Küken schlüpfen sollte. Ich las also wieder nach. Vorsichtsmaßnahmen rund ums Brüten und Küken-Schlüpfen. Ja genau:

Man soll den Laufenten-Papa (den Erpel) von der Ente trennen und möglichst die weibliche Ente mit ihrer Brut in ein zweites Enten-Haus geben. So ein Aufwand! Habe ich mir gedacht. Am Besten sperre ich Ihn also in ein zweites Enten-haus, in der Nähe von dem alten Enten-stall.  Die Abtrennung ist dann direkt im Enten-Gehege mit einem Steck-Zaun um das neue Haus herum.

Der Tag X rückt immer näher!

Da ich nicht viel Zeit hatte durch Corona mit Kindern etc. blieb mir nur über, ein Enten-Haus und einen Steck-Zaun zu kaufen. Dass die Männer in der Familie schon wieder für mich etwas tüfteln müssen, das wollte ich nicht. Und ich, mal schnell ein Enten-Haus bauen? Naja Lust hätte ich ja schon gehabt…

Jedenfalls habe ich für euch (weiter unten auf der Seite) die Top 2 Enten-Häuser und 1 Hühnerhaus herausgeschaut. Habe euch einen Plan gemacht, was ihr für die Anschaffung von Enten, Hühner & Co so alles gut gebrauchen könnt, damit es euch nicht so geht wie mir:

Die Tage vergingen schnell, die Erstkommunion stand vor der Tür. Da wir uns ja erst kurz nach der Corona-Ausgangssperre befanden, hat die Feier im Garten der Verwandtschaft stattgefunden. Natürlich habe ich von meinen Enten erzählt. Na und dann kam es mir in den Sinn. Heute ist doch SCHLÜPFTAG ! Jedenfalls ist mir dann, da die Feier bei uns in der Nähe stattfand, die ganze Verwandtschaft in den Garten gefolgt und siehe da:

Laufente GESCHLÜPFT!

War das eine Freude! Ein so ein süßes kleines Laufenten-Küken! Meine Kinder haben es gleich mal: „Flauschi“ genannt. Es rennt sofort umher, bleibt aber immer in der Nähe von Mama-Ente Doro. Wir haben später auch beobachtet, wie es im Gefieder der Mama Ente nach Unterschlupf und Schutz sucht. Oder sich ulkiger-weise auf den Rücken der Ente setzt.

Wie ihr ja im Bild erkennen könnt, ist der Erpel noch dabei. Da er erst ein Jahr alt ist, habe ich Glück! Denn er geht nicht auf das Küken los. Trotzdem hatte ich schon Bedenken, dass er das noch macht oder spätestens bei den anderen Küken dann macht. Also habe ich mich dafür entschieden ein Enten-Haus zu kaufen. In meinem Fall habe ich mich für die Marke Kerbel entschieden, da ich ja den Erpel erstmal nur zwischenzeitlich von der Laufenten-Mama mit ihren Küken trenne. Außerdem habe ich noch einen Steck-Zaun um das Haus herum gesteckt, damit der Erpel auch nach draußen kann.

Für die Küken habe ich ein spezielles Kükenfutter besorgt.

Nun zu meiner Geschichte zurück:

Inzwischen ist die Zeit vergangen und das Küken „Flauschi“ ist gewachsen. Es hat erste bunte Federn bekommen. Leider sind aus den anderen Eiern keine Küken geschlüpft. Obwohl Doro weiter gebrütet hat, habe ich die Eier nach einer gewissen Zeit entsorgt. Sie haben bereits gestunken und waren schon faul. Das passiert auch in der Natur. Schade, aber auch Doro hat das erste Mal gebrütet und ist nicht mehr so regelmäßig auf den Eiern sitzen geblieben.

Hier noch ein Bild von der Enten-Familie heute, nachdem sie wieder vereint sind. Ach ja nach 6 – 8 Wochen kann der Erpel wieder zur Familie oder die Küken verkauft werden, da sie ohne Hilfe der Mutter auskommen.

Hühner, Enten, Haus & Garten, Kinder & Natur, agrar, regional, nachhaltig, bio
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