Was ist Maria-Lichtmess?

Maria-Lichtmess wird  in der katholischen Kirche am 2. Februar gefeiert. Man spricht auch von Maria Reinigung oder Darstellung des Herren. An diesem Tag endet die Weihnachtszeit! Das kommt daher, dass die Zahl 40 in der Bibel immer eine Besondere ist. So findet 40 Tage nach Weihnachten also an Maria-Lichtmess die Weihe von Kerzen statt. Diese Kerzen sollen im kommenden Jahr z. B. als Gewitter-Kerzen vor Gewittern und Unheil bei Gewittern schützen. Außerdem sollen Kerzen in dunklen Zeiten, Licht ins Haus bringen. Deshalb auch Maria „Lichtmess“.  Die Messe des Lichtes wird gefeiert.

Es ist üblich, erst jetzt den gesamten Weihnachts-Schumck im Haus aufzuräumen und ordentlich für das nächste Jahr zu verstauen. Auch ich habe bis jetzt zumindest meine Weihnachts-Deko vor dem Haus noch draußen stehen!

Brauchtum an Maria-Lichtmess:

Maria-Lichtmess war früher ein sehr wichtiger Tag für die Bediensteten, die bei einem Bauer ihr Brot verdient haben. An diesem Tag, haben nämlich alle Mägde und Knechte am Hof ihren Lohn ausbezahlt bekommen. Es war üblich bei den Bauern ihr Geld zu verdienen. Ein Bauer hatte viel Arbeit, diese musste alle mit der Hand verrichtet werden. Deshalb waren auf manchen Höfen gleich mal 10 bis 20 Leute angestellt. Im Sektor Landwirtschaft arbeiteten mehr als 2/3 der Bevölkerung. Alle arbeiteten hart, um dafür ihr Essen zu verdienen. Dieser Tag wurde gefeiert und die Mägde und Knechte konnten ihre Familien besuchen. Danach begann das neue Dienstjahr für die Bediensteten

Stichwort: Maria-Lichtmess um einen Schwenk in die Agrar- Vergangenheit zu machen!

Es gab viele Landarbeiter auf dem Land unter ihnen Mägde und Knechte. Aber auch die Handwerksbetriebe haben eine enorme Zahl ausgemacht. Alle waren in irgendeiner Weise abhängig voneinander. Und ohne zu Essen, kein Leben vorstellbar.

Pflanzenzüchtung:

Das Getreide beispielsweise war in der Pflanzenzüchtung noch nicht so weit entwickelt, um viel Ernte heimfahren zu können. So wurde 1920 noch erst 20 Dezitonnen Getreide von einem Hektar geerntet. Dafür waren die Getreide-Halme sehr sehr lang! Heute ist die Züchtung so weit, dass wir 80 – 90 Dezitonnen vom Hektar ernten können. Die Pflanzenzüchtung steht heute vor anderen Problemen. Die Herausforderung liegt darin, pflanzen zu züchten, die an  Hitze-Stress und der Trockenheit und Wetter-und Klima- bedingten Veränderungen (Stichwort: Klimawandel) angepasst und adoptiert werden müssen. Verbindung zu Maria-Lichtmess ist die Handarbeit, die von Mägden und Knechten verrichtet wurde.

Maria-Lichtmess, Mägde und Knechte

Hier sitzt die Magd zu Maria-Lichtmess auf dem Heuwagen  smilie

 

Maria-Lichtmess war zumindest der Tag, an dem die Landbevölkerung einen gewissen Wechsel ins neue Jahr gefeiert hat. Dies alles ist heute Vergangenheit! Bei den Landwirten draußen aber noch ein Stück Erinnerung an die alte Zeit auf dem Weg der Entwicklung bis ins Heute!

 

 

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