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Fleischlos? Die New Protein Solutions der BayWa AG zeigt auf, wie es geht.

fleischlos - BayWa Ag forscht

Fleischlos…

Fleischlos ist nicht nur vegan, modern und nachhaltig. Oder wie ich es sehen würde, von der Politik und den Verbrauchern vorangetrieben:

Fleischlos ist der neue Investitionstrend schlechthin. Vorsicht genauer: geforscht und investiert wird in den Agri-Food-Sektor.

 

Ich zeige heute hier als Agrarbloggerin einen Lösungsansatz in der Debatte um Klimawandel und Ernährung auf, der bereits in vollem Gange ist. Eingeladen zur BayWa AG in München auf den #FoodTechDemoDay der neuen operativen Geschäftseinheit „New Protein Solutions“ der am 23. Februar 2023 in der BayWa AG in München stattgefunden hat.

 

Für mich heißt es dabei zu sein bei großen Entscheidungsträgern:

  • der Ernährungsindustrie,
  • den Startups, die eine bahnbrechende Ernährungswende und auch eine Wende in der Landwirtschaft herbeiführen wollen,
  • sowie den Investoren, die sich über die gesamte Welt verteilen und diesen Trend hin zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen wollen.

 

Table of Contents

Ist der Lösungsansatz für fleischlos ernähren, umweltbewusst und ressourcenschonend leben jetzt gefunden?

fleischlos am Foodtechdemoday

Als Agrarbloggerin stehe ich zusammen mit meinem Background in den Agrarwissenschaften, den Forschungseinheiten in den Bereichen Ernährung (Food); Agrifood; den neuen Technologien, der Digitalisierung, der Pflanzenzüchtung; und vielen weiteren Disziplinen vor der Herausforderung: Nachhaltige Ernährung für eine wachsende Weltbevölkerung zu sichern.

Nicht zuletzt ist es mir persönlich ein Anliegen, dennoch mit den Landwirten gemeinsam, diesen Schritt zu gehen. Allerdings stehe ich klar für die Landwirtschaft. Denn wenn wir die in Deutschland nicht mehr haben und nur noch vom Ausland abhängig sind, oder eben von Konzernen, dann ist das für mich auch nicht nachhaltig.

Denn die Landwirtschaft ist die einzige Branche, die dafür sorgt, dass unsere (deutschen/ europäischen) Teller gefüllt sind.

Es heißt auch nicht, dass wir uns in Zukunft komplett fleischlos ernähren müssen.

Einen verträglichen Umgang finden. Ist der Schlüssel. Denn Fleisch enthält wichtige Mineralstoffe und Vitamine, die nicht ganz aus der menschlichen Ernährung wegzudenken sind. Doch aktuell ist der Fleischkonsum weltweit auf 361 Millionen Tonnen gestiegen. Auch in Zukunft wird er weiter ansteigen. Bedenke man nur, dass in China eine wachsende Bevölkerung als Entwicklungsland mit seiner großen Wirtschaftsstärke aufsteigt. Und da hilft es halt nicht, wenn in Deutschland keines mehr gegessen wird. Denn der Weltmarkt wird dann halt mit chinesischem Fleisch überflutet. Bereits jetzt werden dort vierstöckige Schweineställe aufgebaut, während sie z.B. in Deutschland abgebaut werden.

Grund für den Abbau und Umbau hin zu Tierwohlställen und die Abstockung der deutschen Tierhaltung ist unter anderem eine deutsche Bevölkerung, die interessiert ist an den Schlagwörtern, die wir alle kennen: „wachsende Weltbevölkerung“, „Nachhaltigkeit“, „Klimawandel“ und nicht zuletzt der Markt, der gerade im Schweinesektor in der letzten Zeit nicht sehr rosig war, und dazu führt das deutsche Schweinebauern die Haltung komplett einstellen. Die Politik sorgt dafür, dass billig Fleisch vom Ausland nach Deutschland geliefert wird. Die Umweltbedingungen und ob es sich um Tierwohl-Fleisch handelt – bleibt eine Fragezeichensituation. So braucht man deutsche Landwirte nicht mehr. 

Der neue Lösungsansatz heißt: plant-based 

und bedeutet auf deutsch einfach „pflanzenbasiert“. Aber nicht nur „pflanzenbasiert.“ Denn es müssen viele Technologien, Labore, Forscher und Investoren zusammenkommen, um die neue Revolution der neuen Eiweiße überhaupt zu ermöglichen.

Zuerst noch einmal zurück zu den Ausgangsthemen den Schlagwörtern: „wachsende Weltbevölkerung“, „Nachhaltigkeit“, „Klimawandel“,

Kennst du die Hintergründe, warum wir heute da stehen, wo wir gerade stehen?

  • Zunehmende Weltbevölkerung:

8 Milliarden Menschen leben auf unserem Planeten. 2 Milliarden Menschen waren es noch vor nur 100 Jahren. Sekündlich werden neue Menschen geboren. Das ergibt 88 Millionen Menschen mehr im Jahr. Die UN prognostiziert für 2080 bereits 10,4 Milliarden Menschen.

In Deutschland müssen wir keinen Hunger leiden. Jedoch ist die globale Versorgung mit Lebensmittel auch verletzlich. Wenn Russland und die Ukraine als einer der zwei wichtigsten Kornkammern der Welt zu streiten beginnen … Diese beiden Länder exportieren zusammen mehr als 25 % des weltweiten Weizens und 70 % des Weltsonnenblumenöl-Volumens, sowie Mais und Gerste in geraumen Massen. Lebensmittelpreise steigen. Die tierische Veredelung von Getreide zu Fleisch ist möglich, indem Eiweiße aus alternativen Eiweißquellen erzeugt werden. Die Verbraucherwünsche ändern sich hin zu nachhaltigeren, pflanzenbasierten und fleischlos, aber nicht proteinlosen Erzeugung.

  • „Verschwendung“ als Gegenbegriff zu „Nachhaltigkeit“:

Nachhaltig leben, handeln und essen, das wollen wir heute erreichen!

Die Art und Weise wie heutzutage Lebensmittel produziert werden, wirken sich auf Klimawandel und auf die Lebensmittelversorgung aus.

  • Böden:

Mit Böden, die rund 0,4  % mehr Kohlenstoff speichern könnten, würde man die gesamte CO2-Emissionen der Weltbevölkerung ausgleichen können.

  • Wasserverbrauch

Den Wasserverbrauch herunterzuschrauben auf ein verträglicheres Minimum, würde die Ressource Wasser schonen

  • Unsere Wegwerfgesellschaft

Aber auch eine Wegwerfgesellschaft zu sensibilisieren und Strukturen anders aufgreifen, indem z.B. Abfall wiederverwertet wird.

 

Hierunter fallen von der Pflanzenproduktion von der Ernte bis hinein in den Konsumverbrauch in allen Wertschöpfungsstufen viel zu viel Müll und Wegwerfprodukte in Form von lebensnotwendiger Nahrung an. Aber natürlich auch bei der Verpackungsindustrie und in anderen Industrien wird CO₂ verschwendet.

Berücksichtigt man die gesamte Lebensmittelproduktion mit 100 % bei den globalen Lebensmittelverlusten, dann ergeben sich 30 % Abfall. Unterschieden wird in Upstream 16 % Abfall (bei der Ernte 6 %; nach der Ernte 5 % bei der Verarbeitung in Lebensmittelindustrien 5 %) und Downstream 14 % (bei Lebensmittel nach Lebensmittelverlust 5 % bei der Verarbeitung und sogar nochmal 9 % beim Konsum von Lebensmittel)

Dies wirkt sich natürlich auch auf das Klima aus.

  • Klimawandel:

Klimawandel ist in aller Munde. Waldbrände entstehen sogar bei uns in Europa. Die Wälder müssen gegossen werden. Dürren und vermehrter Schädlingsbefall, wie z.B. Borkenkäferbefall; Eichenprozessionsspinner; andere wärmeliebende Insektenarten, die nicht nur die Wälder, sondern auch bspw. Bienenvölker bedrohen und einwandern. Die Winde nehmen zu. Auch Hitze – Dürre-Kälte-Perioden wechseln sich zusehends ab. Das alles bringt auch wieder die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen.

Denn KEINE Ernte heißt: Hunger!

Was meint New Protein Solutions, wenn sie um fleischlose Proteinquellen bemüht ist?

Die New Protein Solutions ist eine Geschäftseinheit der BayWa AG, die, getrieben durch die Nachfrage an vegetarischen und veganen Produkten, eine pflanzliche Revolution als Chance sieht, einen fundamentalen Wandel unseres Ernährungssystems mitzubeeinflussen. Eine Proteinversorgung nachhaltig und fleischlos zu sichern, betrifft uns alle. Denn alles Leben besteht aus dem Baustoff, der Eiweiße.

Indem pflanzenbasierte Rohstoffe durch moderne Steak Holder und Start-ups auf smarte Weise weiterentwickelt werden, kann die Eiweißversorgung fleischlos und somit nachhaltiger gelingen.

Die BayWa agiert als Bindeglied zwischen agrarischer Erzeugung, Lebensmittelverarbeitung und Lebensmitteleinzelhandel. Die Geschäftseinheit gliedert sich in drei Bereiche.

BayWa Venture investiert seit 2021 in zehn AgriFoodTech Start-ups und fördert damit zukunftsträchtige Anbau- und Verarbeitungs-Technologien sowie neue Absatzwege für Landwirte.

 

  • Proteinhandel mit pflanzenbasierten Rohstoffen
  • Investitionen in Technologie-basierte Protein Start-ups
  • Partnerschaften zur Integration in neue Verarbeitungsketten

Somit greift die BayWa AG auf dem #FoodTechDemoDay schon mal eine Entwicklungsrichtung, die in den nächsten 10 – 30 Jahren mehr und mehr herausgebildet werden wird, vor.

 

Marcus Pöllinger, der baldig neue Vorstand der BayWa AG erklärt es so:

Pflanzenbasierte Proteinernährung ist kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit.

Die Proteinrevolution oder Eiweißrevolution in dem Sinne fleischlos ist in vollem Gange…

An der Technologie um pflanzliche Eiweiße zu verabeiten wird schon länger geforscht. Durch diese technologischen Entwicklungen lassen sich Proteinquellen auf neue Weise erstellen. Und diese Entwicklung schreitet rasant voran.

Innovative Startups waren eingeladen...

Innovative Start-ups waren eingeladen … zusammen mit der BayWa AG und zahlreichen Investoren hier eine bahnbrechende Innovation voranzutreiben!

Alte Vorgehensweisen, die ich im übrigen hier auf meinem Blog beschreibe: Wie du nachhaltig durch Gärtnern dein eigenes Gemüse produzierst, wie du die verstaubte Methode Haltbarmachen von Gemüse und damit von Lebensmitteln erlernst und somit einen kleinen Ausschnitt von meinem Anliegen, die Urproduktion von Lebensmittel durch Ackerbau und Viehzucht zu erklären, werden nicht ganz zur Seite geschoben, denn pflanzenbasiert bedeutet auch, dass eiweßhaltige Pflanzen, wie Soja, Erbsen, Kicherebsen, Linsen, Pflanzen, die Zucker ersetzen (ähnlich Stevia) benötigt werden. Das Spannende: Aber nicht nur, denn mithilfe von Mikroorganismen, die genetisch verändert werden oder Hefebakterien, die über Fermentationsprozesse in Designer Proteine verwandelt werden, helfen Lebensmittelherstellern z.B. Zucker um 40 % – 70 % zu reduzieren

Somit ist bereits eine stille Revolution im Gange.

Fleischlos oder die Methoden der Start-ups:

Da stellst sich doch die Frage: Wie kann man einen Burger ohne Fleisch zubereiten?

Wie Joghurt ohne Milch? Ein Ei ohne Huhn und Softdrinks ohne bzw. mit weniger Zucker?

Um das zu erläutern, stelle ich die Konzepte der 9  Startups kurz vor.

Die 9 Start Ups vorgestellt:

1.  Greenforce:

 

Ein Start Up, das 2020 gegründet wurde. Es produziert und betreibt nachhaltige Fleisch-, Fisch-, Ei- und Milchalternativen. Angeboten werden die Produkte von Greenforce bei allen gängigen Lebensmitteleinzelhändlern und im markeneigenen Onlineshop. B2B kooperiert das Unternehmen mit renommierten gastronomen, wie Thomas Müller, joko Winterscheidt und Feinkost Käfer, der uns im übrigen mit einem flying Dinner am Abend  des FoodTechDemoDays Speisen serviert hat.

fleischlos- KÄFER
fleischlos - KÄFER

2. INNOVOPRO:

InnovoPro wurde 2013 von Dr. Ascher Shmulewitz in Israel gegründet. Das Ziel ist eine sichere, gesunde und nachhaltige Proteinlösung aus pflanzlichem Kirchererbsenprotein auf dem Markt einzuführen.  Dieses Protein wird dann beim Backen und der Herstellung z.B. von Burgern auf Pflanzenbasis verwendet.

3.  Neggst:

Die Neggst Food Gmbh knacken das vegane Ei. Das in 2021 von Veronica Garcia Arteaga gegründete Berliner Start-up stellt Eier auf Pflanzenbasis her. Das vegane Ei sieht nicht nur aus wie ein Hühnerei, sondern hat auch noch eine Schale wie beim echten Ei, die man zusätzlich zum Backen und kochen verwenden kann.

fleischlos - Ei ohne Huhn

4.  Equinom:

Equinom Ltd. Besitzt die revolutionäre Saatgutzüchtungstechnologien um für nachhaltigere Erträge zu sorgen. Sie wurde 2012 in Israel vom heutigen CEO Gil Shalev gegründet. Equiniom kombiniert landwirtschaftliches Know-how , kulinarisches Fachwissen und fundierte Technologien. Um beispielsweise aus Erbsensorten mit höheren Erträgen alternative Proteinquellen ohne Gentechnik zu entwickeln.

5. AgroSustain

Das Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das 2018 von Olga und Sylvain Dubey gegründet wurde. Es begegnet Lebensmittelverschwendung mit biologischen Lösungen. Sie entwickelten eine Technologie, die aus Pflanzen gewonnene antimykotische Verbindungen herausstellt, die vor und nach der Ernte z.B. auf Obst angewendet werden, um die Zeitspanne des Verfallprozesses von Lebensmitteln zu verlängern. Somit kann eine Banane länger gelb bleiben und wird somit nicht sofort als braune Banane weggeschmissen. Die Firma hat bereits mehrere Patente für Wirkstoffe eingereicht die demnächst den Markt erobern sollen.

6. KernTec

Durch innovatives Upcycling werden aus Abfällen wertvolle Inhaltsstoffe:

Das 2018 in Wien gegründete Unternehmen Kern Tec setzt auf eine innovative Technologie Steinobstkerne zu recyclen. Giftige Stoffe werden dabei schonend aus dem eigentlichen Abfallprodukt der Obstkerne entfert und dann in neue Lebensmittelprodukte wie Öle, Milch, oder kosmetische Produkte verwandelt. Ein riesiges Potential: Denn um die 500.000 Tonnen Steinobstkerne bleiben jährlich ungenutzt.

7.  YoFix

2016 von Ronen Laveee und Oded Ilan in Israel gegründet. Das Start-up entwickelt alternative und schmackhafte Molkereiprodukte in pär- und probiotischer Form ohne Zucker oder Konservierungsstoffe. So entstehen Käse und Joghurtalternativen. Allein durch Fermentation aus Getreide, Linsen und Saaten mit hohem Nährwert lassen sich diese Milchersatzprodukte produzieren. Ganz ohne Milch und Soja. Der nachhaltige Herstellungsprozess mit einem Clean-Label -Ansatz ist zum Patent angemeldet.

8. Amfora:

Amfora beinhaltet das imense Potential der Molekularbiologie für die Erschließung von noch besseren Proteinen. 2016 in San Francisco von Ganesh Kishore, Roger Wyse und Jonathan Burbaum gegründet, um neuartige pflanzliche Proteinzutaten für die Lebensmittelindustrie herzustellen. Der Ansatz besteht darin, neue Sojabohnensorten mit hohem Proteingehalt zu züchten und zu kultivieren, die weniger Verarbeitung und geringeren Pflanzenschutzeinsatz erfordern.

9. Amai Proteins

Amai Proteins möchte Lebensmittel süßer und gleichzeitig gesünder machen.

Amai wurde 2016 von Dr. Ilan Samish in Israel gegründet. Das Ziel ist, die Lebensmittelindustrie mit einem Designer-Protein, das zugleich einen gesünderen Zuckeransatz bietet herzustellen. Dabei wie der Firmenname schon sagt, heißt Amai „süß“ auf Japanisch. Denn der neue Zuckerreduktionswirkstoff ist eine (300-fach) hyper-süße, designte Proteinzutat, die schmackhaft, gesund, fleischlos,  nachhaltig und lebensmittelverträglich ist.

Die Entwicklung des Süßungsmittels stützt sich auf eine eine Cloud-Computing-basierte Software und auf das computergestützte Proteindesign, sowie Präzisionsfermentation.

Ein Nebeneffekt laut dem Start-up ist dabei: „Die Lebensmittelkosten werden voraussichtlich um 50-80 % sinken; 60 % der landwirtschaftlichen Flächen, die derzeit für Viehzucht und Lebensmittelproduktion genutzt werden, werden freigegeben und stehen für die Wiederaufforstung zur Verfügung;“

Die Herausforderungen für die fleischlos Start Ups

Die größten Herausforderung sind die herkömmlichen Lebensmittel, die man seit eh und je her kennt im Geschmack nachzubauen und die Textur, die für ein sensorisches Erlebnis nicht unterschätzt werden sollte, naturecht nachzubauen.

 

Außerdem sind es immense Kosten, die natürlich in Forschung und Markenaufbau gesteckt werden müssen. Es braucht Investoren, die bereit sind, den Trend aufzufangen.

Die auf AagriFoodTech spezialisierten Fonds prüfen natürlich, wo Kapital am effektivsten eingesetzt werden kann. Größter Anreiz zu investieren ist die finanzielle Rendite und die Messbarkeit der Klima-Performance eines Investments.

Der Megatrend von Klimainvestoren in Megafonds geht weiter.

Die Zeichen der Zukunft stehen für Investoren und innovativen Start-ups auf Grün.

 

Auch die BayWa Ag hat mit BayWa Venture in den letzten zwei Jahren Pionierarbeit in AgriFoodTech-start-ups geliestet, um auch das eigene Portfolio zu professionalisieren.

 

Im Fordergrund stehen also nicht nur eine Frage des Geschmacks, der Qualität und der Gewohnheit, sondern auch die der Nachhaltigkeit und der vorhandenen Alternativen.

Der Wandel in der Lebensmittelbranche und in der Landwirtschaft

Die Lebensmittelbranche steht vor einem Kulturwandel. Pflanzenbasierte – fleischlose Proteinalternativen sind längst nicht mehr als ein Trend oder Lyfestyle-erscheinung anzusehen. Gesunde und nachhaltige Proteinernährung wird in Zukunft ein notweniger Baustein der Ernährungsbedürfnisse eines wachsenden Konsumentenkreises sein.

Die Hürden in der Landwirtschaft:

Auch die traditionelle Landwirtschaft steht unter einem Kulturschock. Denn sie befindet sich im Wandel. Mit smarten Anbauverfahren  werden weniger natürliche Ressourcen verbraucht. Computergestützte Technologien unterstützen die Zukunft der neuen Lebensmittel und Digitalisierung ist das Schlagwort mit dem Landwirte heute schon ressourcenschonender arbeiten können. Z.B. bei der präziissions-Düngung, durch RTK-gesteuerte Signale werdem beim genaueren Zählen und Messen  nicht nur Kosten gespart (in dem wichtige Betriebsstoffe punktgenau berechnet eingesetzt werden). Sondern das alles zieht nach sich, dass auch Wasserverbrauch reduziert werden kann, es wird durch alternative Proteine der Einsatz von Pflanzenschutzmittel gesenkt und  alles in allem werden durch die genannten Verfahren dann CO2-Emissionen gesenkt.

 

 

Dank und was du tun kannst:

Gerade die Verschwendung von Lebensmitteln ist eine Herausforderung, die uns alle beschäftigen sollte. Nicht umsonst bringe ich in meinem Kurs-Modul Haltbarmachen Leuten auch bei, wie Obst und Gemüse länger haltbar gemacht werden. Somit bedanke ich mich herzlich bei Kristal Golan, die mich zusammen mit ihrem Team als Agrarbloggerin für diese interessante Veranstaltung des FoodTechDemoDays eingeladen hat. Mein Eindruck ist, ganz ohne Landwirtschaft geht es trotzdem nicht. Es sei denn, wenn wir uns von der Produktion in anderen Ländern komplett abhängig machen wollen und mit hohen CO₂-Fußabdrücken weiter Lebensmittel importieren, die in anderen Ländern heute noch keine Umweltauflagen haben. Aktuell sind die fleischlos Produkte noch eine teure Alternative zu traditionellen Nahrungsmitteln. 

Was meinst du dazu? Schreibe mir gerne in den Kommentaren.

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Michaela von michaelas-agrarblog.de

Michaela von michaelas-agrarblog.de

Hallo, ich bin Michaela. Groß geworden in der Landwirtschaft und selbst Landwirtin. Mittlerweile habe ich selbst vier Kinder. Dort hege und pflege ich nicht nur unseren Gemüsegarten für unsere Großfamilie mit Mama (Ich), Papa, Oma, Opa, Großonkel und natürlich den Kindern, sondern auch die alten Obstbäume und Wiesen und Landschaftselemente um unseren Hof. Auch bewirtschaften wir unsere Äcker, Wiesen und Wälder, haben eine kleine Bullenmast und Kleinvieh. Das Bloggen ist mein Hobby geworden. Ich möchte dich mitnehmen, zurück zur Natur. Möglichst natürlich zu leben. Mein Wissen dazu hole ich sowohl aus meinem Studium, als natürlich auch aus jahrelanger Praxiserfahrung. Übrigens liegt es mir am Herzen auch meinen Kindern naturnahe Erfahrungen, das Gärtnern und draußen aktiv sein, beizubringen.

* Technische Universität München: Agrar- und Gartenwissenschaften
Master of Science (Pflanzenwissenschaften)

* Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf
Bachelor of Science

* Maria-Ward-Gymnasium Augsburg
Leistungskurse Biologie und Mathematik