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Weihnachtsbaum-wieder-einpflanzen

christbaum-wieder-einpflanzen

,,Christbaum wieder einpflanzen, geht das wohl?“, wird sich so manch einer fragen. Naja, ich werde es heuer mal mit einem kleinen Pflänzchen aus dem Wald versuchen.

Fakt ist ja, es werden ganz schön viele Bäume nach Weihnachten weggeschmissen, die eigentlich für unser gutes Klima herhalten könnten! Bäume produzieren nämlich Sauerstoff! Und speichern erst mal den Kohlenstoff im Holz…siehe Blog-Beitrag: Anleitung Wald durchforsten.

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Christbaum wieder einpflanzen… versus Weihnachtsbaum ernten?

Bisher haben aber auch wir aus unserem Wald ein kleineres Fichten-Bäumchen für Weihnachten  geerntet. Und zwar mit der Axt. Zwar ist das Bäumchen wie für Manche Tannen-Liebhaber nicht so schön, weil ja Fichten-Nadeln pieksen und die Fichtennadeln früher zu Boden fallen… aber auch die Fichte erfüllt ihren Zweck und wird schön geschmückt und ist wirtschaftlich einfach erschwinglicher zu ernten! Übrigens ist das für den Wald kein Schaden, da ja nicht für alle Baum-Pflänzchen Platz ist, damit sie sich zu einem großen Baum entwickeln können.

Die Bäumchen in Christ-Baum-Plantagen werden extra bearbeitet. Und zwar wird die Wuchsform des zukünftigen Bäumchens durch besondere Schnitt-Technik und mehrmaliges Verpflanzen in Form gebracht. Somit sind die Abstände des Hauptstammes zu den einzelnen Verzweigungen nicht so weit und die Stämme etwas stärker.

Und nun zurück zum Weihnachtsbaum-wieder-einpflanzen, was ja durchaus gut gemeint ist; und mancherorts auch bereits käuflich zu erhalten ist: der Weihnachtsbaum im Topf!

christbaum-wieder-einpflanzen

Ich kann auf Grund der Bewurzelung höchstens ein Pflänzchen von ca. 40- 60 cm Wuchs-Höhe ausgraben. Zum einen ist bei größeren Pflänzchen die Bewurzelung zu weitläufig und ich würde somit die Wurzeln abschlagen. Dann wächst das Bäumchen sicherlich nicht mehr an (trotz gießen). Zum Anderen würde ich es nicht schaffen, einen stärker bewurzelten Baum noch je aus der Erde heraus zu graben!

Was die Baumschule macht? Na Sie verpflanzt die Bäumchen auch nach 2 Jahren weiter, an einen anderen Standort oder eben in einen Topf. Und dann in den nächsten Topf und so weiter.

Was glaubt ihr? Bäumchen über Naturverjüngung haben definitiv ein besseres Standbein!

Und nun noch einmal zur Tradition zurück…

Warum haben wir heute noch Christbäume?

Bereits die alten Römer haben ihrem Fruchtbarkeitsgott Saturn zu Ehren ihr Haus mit Mispeln, Lorbeerblättern und Efeu geschmückt…

Angeblich aber kommt der Brauch einen Christbaum aufzustellen von den Germanen: Die haben wohl ihre Ställe und Haustüren in der Zeit zwischen den Jahren mit Tannenzweigen geschmückt, um den Frühling anzulocken.

Bereits Goethe erwähnt den Christbaum ,,mit Wachslichtern, Zuckerwerk“ und Co. Einen Baum zu Weihnachten leistete sich vorerst nur die gehobene Gesellschaft. Im 19. Jahrhundert gehörte ein Christbaum dann zum weihnachtlichen Marktplatz dazu… Für die Bauern aber blieb der Christbaum erstmal unerschwinglich …

Der Weihnachtsbaum soll wohl auch als urchristliches Symbol dienen..

Bonifatius und der Christbaum

Dem heiligen Bonifatius ist wohl der Christbaum zu verdanken. Dieser Heilige hat wohl der heidnischen Bevölkerung reinen Tisch gemacht. Die Heiden haben wohl  ihrem Gott immer Menschenopfer gebracht. Um dies in Zukunft zu unterbinden, hat er auf den Fichtenbaum verwiesen:

 „Dieser kleine Baum soll euer Heiliger Baum sein. Er ist aus dem Holz des Friedens gemacht, denn auch eure Häuser sind aus Fichtenholz errichtet. Er ist das Zeichen eines Lebens ohne Ende, denn seine Zweige sind immergrün. Versammelt euch um ihn, und bringt keine Blutriten dar, sondern Gaben der Liebe und Güte.“

 

Willst du:

Bäume pflanzen als Geschenk verschenken und "Zukunftswald gestalten" und einmal jährlich vor Ort beim Waldspaziergang dabei sein!

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Michaela von michaelas-agrarblog.de

Michaela von michaelas-agrarblog.de

Hallo, ich bin Michaela. Groß geworden in der Landwirtschaft und selbst Landwirtin. Mittlerweile habe ich selbst vier Kinder. Dort hege und pflege ich nicht nur unseren Gemüsegarten für unsere Großfamilie mit Mama (Ich), Papa, Oma, Opa, Großonkel und natürlich den Kindern, sondern auch die alten Obstbäume und Wiesen und Landschaftselemente um unseren Hof. Auch bewirtschaften wir unsere Äcker, Wiesen und Wälder, haben eine kleine Bullenmast und Kleinvieh. Das Bloggen ist mein Hobby geworden. Ich möchte dich mitnehmen, zurück zur Natur. Möglichst natürlich zu leben. Mein Wissen dazu hole ich sowohl aus meinem Studium, als natürlich auch aus jahrelanger Praxiserfahrung. Übrigens liegt es mir am Herzen auch meinen Kindern naturnahe Erfahrungen, das Gärtnern und draußen aktiv sein, beizubringen.

* Technische Universität München: Agrar- und Gartenwissenschaften
Master of Science (Pflanzenwissenschaften)

* Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf
Bachelor of Science

* Maria-Ward-Gymnasium Augsburg
Leistungskurse Biologie und Mathematik

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