Rund um den Gemüsesamen und die Samenauswahl!

Der Kauf von Saatgut steht an aller Anfang, wenn es darum geht, einen Garten zum Grünen und Blühen zu bringen!

Deshalb einige Tipps und alles, was du über den Gemüsesamen wissen solltest!

Unterschiede auf dem Saatgut-Markt:

Welcher Gemüsesamen wird angeboten?

Du willst den eigenen Gemüse- oder Balkon-Garten anlegen? Du hast dir schon Gedanken gemacht, wo die Beete hinkommen oder dich mit nötigem Garten-Zubehör* ausgestattet? Nun möchtest du nicht nur teure Pflänzchen einkaufen, sondern auch vom eigenen Gemüseanbau profitieren? Logisch: Nun folgt der Gang in die Gemüse- und Saaten-Abteilung:

Nur wo bekommst du jetzt ein gutes, verlässliches Saatgut bzw. Gemüsesamen her? Es gibt ja auch in der Supermarkt-Ecke, im Baugeschäft und oft schon im Ein-Euro-Laden Gemüsesamen zu kaufen! Außerdem bietet noch die Gärtnerei deines Vertrauens tolle Pflanzen und Saatgut an, der Gartencenter Dehner und viele bekannte Garten-Vertreter, wie Gärtner-Pötschke, Plantura-Garten, TOM-GARTEN.de*. Die vier letzten bedienen sich bereits einem großen Online-Sortiment! Aber es gibt noch viel mehr Online-Verkäufer, die ich hier gar nicht alle auflisten kann!

Kein Wunder, dass du dich erstmals buchstäblich im  Sorten Wirrwarr wieder findest!

Was du über die Züchtung und den Gemüsesamen-Kauf wissen solltest:

In den meisten Ländern gibt es spezielle Regelungen für die Saatgut-Produktion. Es gibt einen Sorten-Schutz für den eine Neuzüchtung bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllen muss. Und es gibt eine Sorten-Zulassung, die regelt, ob eine Sorte in den praktischen Anbau gelangen darf. Gehandelt werden darf nur zertifiziertes Saatgut, das eine Saatgut-Anerkennung durchlaufen hat. Da Saatgut wertvoll und teuer ist, kommt man schnell auf den Gedanken, den Samen selbst zu sammeln und somit selbst anzubauen. Dies nennt man Nachbau. In der Landwirtschaft ist Nachbau nicht ohne Entrichtung einer Nachbau-Gebühr möglich! Im Gartenbau können die Züchter-Betriebe nicht alle Gartenbesitzer auf Nachbau kontrollieren. Da die Herstellung einer ertragreichen Sorte sehr zeitaufwendig ist und sehr viel Geld kostet, sind Zucht-Unternehmer danach bestrebt, immer mehr Hybrid-Sorten zu züchten. Denn bei Hybrid-Sorten ist ein Nachbau nicht möglich!

Hybridzüchtung – mehr Ertrag bei den Nachkommen?

Was ist denn jetzt eine Hybrid-Sorte? Wie unterscheidet sie sich von den „normalen“ Sorten und woran kannst du das erkennen?

Hybrid-Sorten entstehen durch kontrollierte Kreuzung von zwei elterlichen Komponenten. Dafür müssen die Züchter zunächst Inzucht-Linien herstellen. Voraussetzung für Inzucht-Linien ist, dass die Gene der beiden Elternpflanzen jeweils in einem gewünschtem Merkmal reinerbig sind. Werden diese beiden Elternlinien gekreuzt, so entstehen Nachkommen, die für das gewünschte Merkmal deutlich ertragreicher, widerstandsfähiger und gesünder sind, als vergleichbare „normale“ Sorten. Die erfolgreichen Nachkommen werden F1-Nachkommen bzw. Hybriden genannt. Diese sind also zum einen erfolgreicher als ihre Eltern und zugleich auch erfolgreicher als jedes andere Saatgut.

Kreuzt man die F1-Nachkommenschaft (also die Hybriden) untereinander weiter, so kommt es zu der sogenannten Inzuchtdepression bzw. einem deutlichen Rückgang der Leistung z.B. des Ertrags.

Für den praktischen Gärtner gilt also: Wer sehr ertragreiche Sorten in seinem Garten anbauen will, der kann dies einfach über den Anbau von Hybrid-Sorten erreichen! Gekennzeichnet sind die Samenpackungen mit einem meist großem: „F1“ !

Derjenige Gärtner aber, der sich selbst mit Gemüse weiter versorgen möchte, sprich Samen aus eigenem Anbau ziehen will:

Der darf buchstäblich keine Samenpackung mit der Aufschrift „F1“ einkaufen! Denn dieser Samen kann nicht nachgebaut werden!

Und eine Selbstbefruchtung dieser kontrollierten Kreuzung ist ebenfalls ausgeschlossen.

Gemüsesamen selbst vermehren

Wer nun selbst vermehren will, tut gut daran, Samenfeste und alt bewährte Sorten zu verwenden. Gerade das Nachziehen von Tomaten-, Erbsen-, Bohnen- oder Kürbis-Samen ist recht einfach. Denn sie hinterlassen reichlich Samen, der ohne Mühe und sowieso bei der Ernte herausfällt bzw. sichtbar wird! Andere Gemüsearten müsstest du einfach blühen und dann aussamen lassen bzw. den Samen dann rechtzeitig einsammeln. Wichtig ist, nach dem Sammeln, den Samen zu trocknen.

Lege dazu den gesammelten Samen auf Backpapier aus. Nun kannst du (am besten auf einem Backblech!) den Samen bei hoher Sonneneinstrahlung auf einem Balkon trocknen lassen. Vorsicht: Bei Regenwetter den Samen nicht vergessen wieder ins Haus zu holen! (Nasser Samen kann schimmlig werden!) Oder aber bei 50° im Backofenrohr (Samen auf Backpapier legen) und nur 15 Minuten lang trocknen lassen. Dann wieder abkühlen. Diesen Vorgang so oft wie nötig wiederholen.  Dann die getrocknete Saat trocken und dunkel (Briefkuvert!) lagern! Die Samen halten mehrere Jahre!

Jedoch sind nicht alle alten Sorten immer gleich gut! Ganz oft ist es so, dass die alten Sorten eine andere tolle Eigenschaft mitbringen. Zum Beispiel im Geschmack feiner, süßer oder aromatischer schmecken, jedoch im Ertrag nicht weit kommen! Die Züchtung ist interessiert daran, Eigenschaften hochzuzüchten, die der Bevölkerung dienen. Meist war es der Ertrag, der über die Jahre gestiegen ist, um eine wachsende Weltbevölkerung satt zu kriegen. Auch in den Eigenschaften Schädlings- und Krankheits- resistenter Sorten ist die Pflanzenzüchtung durchaus erfolgreich. Momentan wetteifern Züchter um Klima-tolerantere Sorten, die z.B. bei steigenden Temperaturen einfach mehr Trockenheit ertragen können.

Ein Anbau von Sorten ohne Sortenschutz wird dennoch gerade immer beliebter, weil sich die Bevölkerung nicht abhängig machen will! Aufgepasst: Dieses Saatgut darf nicht gehandelt werden! Deshalb werden auch Samentauschbörsen immer interessanter!

Tauschbörsen

Kleingärtner-Verband

Wer sich für Samentauschbörsen interessiert, noch ein Tipp: Fragt auch im Schrebergarten-Verein vor Ort nach, die haben bestimmt schon eine Tauschbörse!

Gemüsesamen: biologisches Saatgut!

Für Viele ist natürlich der Biomarkt in puncto Gemüsesamen und Samenvermehrung das null plus Ultra! Samen aus biologisch angebauten Gemüse, unbehandelt, ungebeizt und ohne Chemie! Aber auch dieses Saatgut unterliegt weitestgehend dem Sortenschutz.

Traditionelles, vor allem regionales Saatgut und vor allem Biosaatgut verkauft die Firma BSV-Saaten.

Mittlerweile sind auch viele größere Konzerne und Unternehmen danach bestrebt Biosaatgut zu verkaufen.

TOM-Garten*

Biogartenversand

Bingenheimer-Saatgut

Lade dir hier den kostenlosen Mischbegleiter Beispiels Plan für das ganze Jahr herunter!

Hybrid-Linie links!
Hybrid Karotten
Küchenkräuter-Box*

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Kennst du übrigens schon meinen saisonalen Pflanzkalender, bei dem ich Monat für Monat Tipps zum Säen gebe?

Nein? Willst du dir gerne eine Vorschau davon laden? Dann schreibe dich gerne hier ein:

Meine liebsten Gemüse Samen sind:

Für den Anfänger Gärtner: Radieschen* geht immer!

Hier eignet sich vor allem auch das inzwischen alt bewährte Saat-Band. Die Sorte Lucia ist resistent gegen falschen Mehltau!

Übrigens hast du auch schon so große  Lust auf eigene Erdbeeren?

Schnelles Obst aus einer unkomplizierten Balkon-Ernte* kann ich dir hier nur empfehlen! Vor allem, wenn es bei dir einfach und ohne Zeit-Aufwand gehen soll!

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