Jungpflanzenanzucht im Februar bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen ist Saatgut generell günstiger, als wenn du die Jungpflanzen im Mai im Gartencenter kaufst. Zum anderen hast du, wenn du rechtzeitig planst, auch noch mehr Sorten-Auswahl bei der Jungpflanzenanzucht. Spätestens Anfang Februar solltest du dein Saatgut parat haben und deine Beete-Planung schon mal etwas überdacht haben. Wusstest du, dass gerade Tomaten-  und Paprika-Saatgut im Frühjahr schnell vergriffen sind?

Eine andere Möglichkeit ist natürlich selbst Samen zu ziehen für deine Jungpflanzenanzucht. Wenn du natürlich frisch mit deinem Garten gestartet bist, dann hast du (noch) kein Saatgut. Oder aber du hast es versäumt, aus deinen Tomaten und Paprika, Gemüse-Samen zum Trocknen wegzulegen. Übrigens ist es nicht immer empfehlenswert selbst Samen zu ziehen. Aber dazu berichte ich ein anderes Mal.

Einige Vorbereitungen für die Jungpflanzenaufzucht: Diese 5 Dinge solltest du beachten:

1. Die Saatschalen: Zunächst holst du deine Aussaat-Schalen hervor. Das können Eierschachteln, Plastik-Schälchen, die du noch von gekauften Jungpflanzen oder Blumen der letzten Jahre übrig hast, sein. Oder aber du kaufst dir Anzucht-Schalen aus Kunststoff oder biologisch abbaubare Anzuchttöpfe* aus Kork. Eierschachteln sind da meist nicht so robust wie gekaufte Schälchen aus Kork, weil sie verweichen können. Eierschachteln sind dann praktisch, wenn du sie direkt im Freiland (also ab Mai) mit eingräbst und sie dann als Aus-Saathilfe verwendest!

2. Die Untersetzer: Wichtig ist, dass Wasser unten wieder herauslaufen kann. Deshalb solltest du die Schälchen zusätzlich in eine Wanne, Auffangschale etc. stellen. Ich benutze ab und an alte, ausgediente Backbleche und stelle dort Eierschachteln oder auch mal gekaufte Anzucht Schalen hinein. Super praktisch sind auch Multitopfplatten*.(Sie lassen sich schnell mit Erde befüllen und sind leichter zu transportieren.)

3. Die richtige Erde: Außerdem ist es wichtig, dass du Anzuchterde verwendest. Diese kannst du kaufen oder auch selber machen. Wichtig ist, dass sie nährstoffarm und keimfrei ist, damit die jungen Pflänzchen gut anwurzeln und wachsen.

4. Das Saatgut: Dann das wichtigste: das Saatgut für die Jungpflanzenaufzucht.

5. Die Umweltbedingungen: Temperatur, Licht und Wasser: Aber auch scheinbar nebensächliches kann für so Manchen eine Herausforderung sein: Nämlich dann, wenn es an Wärme, Lichteinfall oder auch der richtigen Bewässerung fehlt.

Zum Bewässern ist der Strahl aus einer Gießkanne meist schon zu grob. Denn gerade kleine Samenkörner, wie die der Tomate oder Paprika, werden nur ganz vorsichtig und sachte mit Erde bedeckt (0,5 – 1 cm) und diese sind dann besonders gefährdet weggespült zu werden. Auch bei Kresse ist das ein typischer Fall… Der Gießkannen-Strahl spült das frisch gelegte Samenkorn förmlich weg. Deshalb empfehle ich besonders bei kleinen Samenkörnern eine Gießbrause* zu verwenden. Diese verteilt die Wassertropfen behutsamer um das Samenkorn herum.

Jungpflanzenanzucht
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Jungpflanzenanzucht im Februar

Zum Vorziehen von Gemüsepflanzen eignen sich auch schon Zwiebel, Lauch oder Kohlarten. Allerdings machen die dann auch besonders Arbeit beim Umpflanzen ins Freie. Bei Zwiebel beispielsweise tust du dir leichter, wenn du ihn gleich als Steckzwiebel steckst. Schön ist es immer, wenn du an Salate oder auch Spinat denkst, damit du relativ zum Frühlingsbeginn auch schon gleich mal was zu ernten hast.  Was sich drinnen immer schon toll eignet, sind Kresse und Kräuter.

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Welche davon sollten besser ins Gewächshaus?

Diese 5 Pflanzen im Gewächshaus oder im Warmen vorziehen: Im Februar säst du Tomaten, Paprika, Auberginen vor. Und zwar auf der Fensterbank oder im Gewächshaus. Diese Arten sind wärmeliebend.

Die Jungpflanzenaufzucht von Physalis und Chilis beispielsweise kannst du noch früher im Warmen beginnen, weil sie so lange brauchen. Diese alle gehören nicht zu den heimischen Arten und brauchen es besonders warm (halte den Samen bei 24 °C in der Anzuchterde bis diese gekeimt sind und es sich um kleine Pflänzchen handelt)

Diese genannten Arten kommen aus Mittel- und Südamerika. Außer die Aubergine, die kommt aus Asien. Sie finden in diesen Erdteilen wärmere Bedingungen vor, als bei uns.

Auch für die Tomate gilt deshalb eine Anzucht-Temperatur von 24 bis 28 °C. Hierfür eignet sich ein wärmerer Raum, in dem sowieso geheizt wird. Zum Beispiel das Wohnzimmer, oder der Heizungsraum, bei manchen eher die Küche. Wer mag, kann auch spezielle (thermostatgesteuerte) Heizmatten* verwenden. Diese sind auch für ein Gewächshaus, das über keine Heizung verfügt, sinnvoll. Aber das ist nicht alles. Denn für eine gelungene Jungpflanzenaufzucht braucht es auch Licht. Auch das vergisst man manchmal. Denn nicht immer ist Platz direkt auf der Fensterbank vorhanden. Vor allem dann, wenn dort vielleicht schon alles voll mit anderen vor gesäten Pflänzchen steht. Dann könnte auch eine Beleuchtung* Sinn ergeben!

Übrigens liegt dann die Aufzucht-Temperatur der frischen Keimlinge wieder etwas tiefer bei 13 – 16 °C.

Brauchst du noch Tipps, was du Monat für Monat säen kannst, um dir ein ernte reiches Jahr zu sichern?

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